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Sauna Warnemünde

Was ist eine finnische Sauna?

Nahezu in jeder Saunalandschaft findet man eine finnische Sauna. Und dies hat einen guten Grund, denn die finnische Sauna, die eine langjährige Tradition hat, gilt bis heute als eine der beliebtesten Varianten.

Worum es sich bei der finnischen Sauna handelt, welche Unterschiede es zu anderen Modellen gibt und was Sie beim Saunieren beachten sollten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist eine finnische Sauna?

Die finnische Sauna besteht klassisch aus einer Holzverkleidung. Das Holz, meist Fichtenholz, sorgt für eine optimale Wärmeverteilung und es wirkt gleichzeitig gemütlich. Außerdem reguliert es hervorragend die Luftfeuchtigkeit, sodass in einer finnischen Sauna eine sehr geringe Feuchtigkeit herrscht.

Die Kabine selbst ist mit Sitzbänken ausgestattet, die ebenfalls aus Holz bestehen.

Wasseraufgüsse in der finnischen Sauna

Typisch für die finnische Sauna sind die sogenannten Wasseraufgüsse. Innerhalb der Kabine befindet sich ein kleiner Ofen, der mit diversen Steinen ausgestattet ist. Diese sollen die Wärme speichern.
Durch das Aufgießen von Wasser, welches wahlweise mit ätherischen Ölen angereichert werden kann, kommt es zu Verdampfungen, die überaus schweißtreibend sind. Hierdurch verstärkt sich der positive Saunaeffekt enorm.

Warum ist das Saunieren so gesund?

Durch den heißen Dampf wird das Herz-Kreislauf-System ordentlich angekurbelt, weshalb es wichtig ist, dass man langsam mit dem Saunieren beginnt. Wenn Sie zum ersten Mal in die Sauna gehen möchten, achten Sie auf eine kurze Dauer sowie geringe Temperaturen.

Auf den Körper wirkt sich das Saunieren in vielerlei Hinsicht positiv aus. Sie stärken beispielsweise Ihr Immunsystem und die Abwehrkräfte. Giftstoffe werden aus dem Körper geleitet und auch die Kondition kann sich durch einen gelegentlichen Saunagang erheblich verbessern.

Ebenso fördert die Sauna die Hautgesundheit, da die Durchblutung angeregt wird und ganz nebenbei können Sie herrlich entspannen.

Es ist also kein Wunder, dass in Finnland nahezu in jedem Haushalt eine Sauna zu finden ist.

Was unterscheidet die finnische Sauna von anderen Varianten?

Zum einen können Saunen aus verschiedenen Materialien bestehen. Einige Saunalandschaften setzen beispielsweise auf die Verwendung von Gesteinen statt Holz. Die Möglichkeiten sind vielseitig. Und auch der Aufguss kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

Allerdings unterscheidet sich die finnische Sauna vor allem in einem Punkt von anderen Saunaarten bzw. -Gepflogenheiten. In Finnland sauniert man gemeinsam, um sich zu unterhalten, um gemeinschaftlich zu entspannen oder um das Familienleben zu zelebrieren. Die Sauna ist dort somit ein „lebendiger“ Ort. Hierzulande gilt das Saunieren jedoch als erholsame Angelegenheit, bei der möglichst Ruhe herrschen sollte.

 

 

Das sollten Sie beim Saunieren beachten

In Deutschland haben sich für das Saunieren einige Verhaltensregeln etabliert, die unbedingt eingehalten werden sollten. So sollten Sie in einer Textilsauna beispielsweise nicht unbekleidet auftauchen.
Wir möchten nachfolgend die wichtigsten Verhaltensregeln kurz erläutern:

  • Bekleidung
    Sofern es sich nicht um eine ausgewiesene Textilsauna handelt, erfolgt das Saunieren grundsätzlich ohne Bekleidung. Erlaubt ist lediglich ein großes Saunahandtuch, welches Sie sich umlegen sollten. Dieses muss die gesamte Bank unter Ihnen bedecken, und zwar aus hygienischen Gründen. Der Schweiß und die nackte Haut sollten niemals direkt das Holz der Bank berühren.
    Auch Badeschuhe dürfen Sie in der Sauna nicht tragen.
  • Geschlechterhinweise beachten
    Es gibt Wellnesseinrichtungen, die die Saunen geschlechterspezifisch trennen. Männer gehen demzufolge in die Männer- und Frauen in die Frauensauna.
  • Ruhe steht im Fokus
    Wer in die Sauna geht, möchte sich in der Regel vom Alltag entspannen. Deshalb ist in den meisten Saunen Ruhe an der Tagesordnung und diese sollte unbedingt auch eingehalten werden, um die anderen Besucher nicht zu stören.
  • Unangenehme Gerüche vermeiden
    Knoblauch ist sicherlich gesund und sollte daher oft auf dem Speiseplan stehen. Nicht aber sollten Sie den Knoblauch vor dem Saunabesuch verzehren. Der Grund hierfür liegt darin, dass die ätherischen Öle aus dem Knoblauch, die sehr unangenehm riechen, in der Sauna ausgeschwitzt werden. Dasselbe gilt für Zwiebeln und ähnliche Speisen.
  • Alkoholverbot
    Durch Alkoholkonsum in der Sauna kann das Herz-Kreislauf-System versagen. Deshalb sollten Sie auf Bier und andere alkoholische Getränke beim Saunieren unbedingt verzichten.
  • Handyverbot
    Auch Handys haben in der Sauna nichts zu suchen. Abgesehen davon, dass die Geräte hierdurch einen Defekt aufweisen könnten, stören sie die Entspannung und andere Gäste könnten sich belästigt fühlen.
  • Abduschen vor dem Saunieren
    Aus hygienischen Gründen ist es unbedingt notwendig, dass Sie sich vor dem Saunieren abduschen, und zwar in aller Gründlichkeit.
  • Neulinge sitzen im unteren Bereich
    Hierbei handelt es sich nicht um eine Rangordnung. Es geht vielmehr darum, dass im unteren Bereich die kühlsten Temperaturen herrschen, während es auf den oberen Plätzen extrem heiß werden kann. Wer nie zuvor eine Sauna besucht hat, sollte daher unten platznehmen und langsam beginnen.
  • Nicht beim Aufguss stören
    Die meisten Saunen sind mit einem Sichtfenster ausgestattet. Sehen Sie, dass gerade ein Aufguss stattfindet, sollten Sie noch etwas warten, ehe Sie eintreten. Ansonsten könnte der Aufguss durch die kalte Luft gestört werden.
  • Saunaregeln beachten
    Jede Wellnesseinrichtung kann eigene Saunaregeln festlegen. An diese sollten Sie sich selbstverständlich halten. Die Regeln dienen der Entspannung, vor allem aber Ihrer eigenen Sicherheit.

Wie lange sollte ich in der finnischen Sauna bleiben?

Einen Richtwert gibt es hier nicht, denn jeder sollte dies nach seinem eigenen Empfinden entscheiden. So machen es die Finnen übrigens auch.

Wenn Sie den Körper optimal abhärten möchten, können Sie 15 Minuten in der Sauna bleiben. Dies gilt jedoch nicht für Anfänger. Für Neulinge reichen jeweils 7 bis 8 Minuten aus, solange, bis sich der Kreislauf an das Saunieren gewöhnt hat.

Nach der sogenannten Schwitzphase folgt die Abkühlphase, in welcher Sie sich bewusst abkühlen werden. Kaltes Wasser oder Schnee gelten hier als ideale Abkühlung. Durch diese Wechselwirkung wird der Kreislauf richtig auf Schwung gebracht. Ebenso wird die Durchblutung gefördert.

Für Anfänger reicht ein Saunagang aus. Sind Sie schon lange dabei, können Sie an einem Tag bis zu drei Saunagänge absolvieren. Diese sollten sich immer mit ebenso langen Abkühlphasen abwechseln.

Nach dem Saunieren sollten Sie sich zudem gründlich abduschen, um sämtliche Schweißreste vom Körper zu waschen. Außerdem empfehlen sich nach dem Saunieren leichte Speisen und mineralstoffreiche Getränke, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und den Kreislauf zu stabilisieren.